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Donnerstag, 16. August 2007

Polaroid

Imagetransfer

Das Prinzip ist das, daß Dias auf Polaroid-Filme kopiert werden. Dazu verwendet man die alten ‚peel off’ Filme von Polaroid. Man beginnt nach der Belichtung den Entwicklungsprozess mit damit, daß man den Film aus der Halterung zieht. Eigentlich muß man dann 2 Minuten warten. In dieser Zeit entwickelt sich das Bild auf der ‚Negativ’-Seite und die Farbstoffe wandern dann in die Gelatineschicht auf der ‚Positiv’-Seite. Danach trennt man das Foto (‚Positiv’-Seite) durch auseinander ziehen ab.

Diesen Prozess unterbricht man vorzeitig indem man das Foto vorzeitig abtrennt. Als Foto verbleibt weiße Gelatine, die dann entsorgt wird. Ich mache das in der Dunkelkammer (ganz dunkel) direkt nach dem herausziehen des Fotos aus der Fassung.

Dann drückt man die ‚Negativ’-Seite auf die Fläche, auf die das Foto übertragen werden soll. Dazu eignet sich am besten Aquarellpapier. Man kann mit allen möglichen Materialen experimentieren (Stoff etc).

Man unterstützt das Übertragen des Fotos indem man die ‚Negativ’-Seite mittels einer Rolle sanft und gleichmäßig andrückt. Wenn man zu stark drückt, dann quetscht man die Farbstoffe seitlich heraus und zerstört das Bild.

Dieses Übertragen kann man variieren (teilweise vereinfachen) in dem man das Material anfeuchtet.

Nach gut zwei Minuten wird dann die ‚Negativ’-Seite von dem Empfängermaterial vorsichtig getrennt. Hierbei kommt es vor, daß Teile des Bildes auf dem Negativ kleben bleiben. Ich habe ganz gute Ergebnisse erzielt, wenn ich das Negativ über ein Lineal oder Messer nach hinten abgerollt habe.

Insgesamt ist das eine spannende und kreative Technik. Bei diesen Arbeiten entstehen grundsätzlich Unikate, weil wegen der Unzulänglichkeiten dieser Technik de facto keine zwei identischen Bilder entstehen.


Emulsion Transfer

Das Prinzip ist das, daß man von einem der alten 'peel off' Filme die Emulsion ablöst und auf ein anderes Material überträgt.

Zunächst entwicklet man das Foto ganz normal. Das Foto soll ganz ausgetrocknet sein. Die weitere Bearbeitung am nächsten Tag durchzuführen kann nicht verkehrt sein.

Dann taucht man das Foto in heisses Wasser. Das Wasser darf nicht kochen, sollte aber sehr heiß sein. Um sich beim Umgang mit dem heiß Wasser nicht zu verletzen, sollte man geeignetes Werkzeug (Zangen, Pinzetten, ein scharfes Messer) bereit halten. Man beobachtet nach ca. einer Minute, daß die Emulsion blasen bekommt. Wenn die gesamte Emulstion mit Blasen bespickt ist, dann kann man versuchen, sie zunächst am Rand mit dem Messer vom Trägermaterial zu lösen. Die Emulsion des ganzen Fotos sollte sich so vom Trägermaterial lösen lassen. Hierbei ist zu beachten, daß die Emulsion nach Möglichkeit nicht reissen sollte. Die Emulsion darf ruhig zusammenklumpen.

Um die i.d.R. zusammengeklupmte Emulsion zu entzerren und auf das neue Trägermaterial zu übertragen, sollte man mit den Händen weiter arbeiten. Natürlich nicht in dem brühend heissen Wasser!!! Dazu stellt man ein weiteres Becken mit lauwarmen Wasser bereit. Dorthin gibt man die Emulsion und das neue Trägermaterial. Man entzerrt die Emulsion nun mit viel Geduld und positioniert es auf dem neuen Träger so gut es geht.

Auf glatten Oberflächen kann man die Emulsion noch verschieben oder manipulieren wenn man den Träger aus dem Wasser genommen hat. Allerdings ist die Gefahr deutlich größer, daß die Emulsion reißt.

Trocknen, fertig!

 

Beispiele

von Emulstion Transfers und Image Transfers sind in der Polaroid-Galerie:

 

 

 

Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 19. Juni 2008 )